01 Januar - 31 Dezember
Mo 9.00 - 16.30
Di 9.00 - 16.30
Mi 9.00 - 16.30
Do 9.00 - 16.30
Fr 9.00 - 16.30
Sa 9.00 - 16.30
So 9.00 - 16.30
Im neunten Jahrhundert schenkte der Graf von Flandern den Wald "van ongenade" an Razo von Gavere, den Herrn von Liedekerke. Diese bekannte Familie baute eine befestigte Burg und wahrscheinlich auch die erste Pfarrkirche. Die früheste Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1092. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche niedergebrannt und wiederaufgebaut. Nur der Turm aus regelmäßigem Sandstein von 1636 blieb verschont.
Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche vergrößert und mit einem spitzen Turm versehen. Drei Beichtstühle stammen aus dem Jahr 1906. Die Kirche ist aus rotem Backstein gebaut.
Die Buntglasfenster im Chor stammen aus dem Jahr 1903 und wurden von der Firma Hochreiter und Geyer, Glasmalern aus Antwerpen, entworfen.
Jedes Glasfenster zeigt zwei Szenen, die sich auf religiöse Figuren beziehen oder mit der Geschichte der Gemeinde verbunden sind.
Das Brandglasfenster im Emporenbereich wurde 2021 von Daan und Daniël Theys gestaltet und besteht aus dreißig bemalten Scheiben. Seine reiche Farbigkeit und Dramatik erinnern stark an Chagalls Glasfenster. Van Goghs Einfluss zeigt sich in wirbelnden Linien, die den Sturm andeuten, sowie in mediterranen Farbtönen. Der Heilige Nikolaus, Patron der Kirche, wird nicht real dargestellt, sondern symbolisch interpretiert.
Diese Gemäldeserie entstand im Auftrag der Kirchenverwaltung im Atelier der Akademie für Bildende und Audiovisuelle Künste Liedekerke. Die gesamte Kunstgeschichte diente als Inspirationsquelle. Werke über Christus in der Kunst zeigen eine große Vielfalt an Ansätzen, Kontexten, Visionen und Darstellungsformen. Auch für die Stationen dieses Kreuzwegs wählte man bewusst eine breite Vielfalt, verbunden mit einheitlichem Format und klarer Präsentation
Die Orgel wurde 1907 von Salomon Van Bever gebaut, einem bekannten flämischen Orgelbauer, der bei Hippolyte Loret lernte und kurz im Atelier Cavaillé-Coll arbeitete. Sie ist eine romantische Kirchenorgel mit zwei Manualen, Pedal und 17 Registern. Ihr Stil strebt nach warmem, orchestralen Klang, großer Dynamik und vielfältigen Farben, die zusammen ein reiches, harmonisches Ganzes bilden.