01 Januar - 31 Dezember
Mo 9.00 - 18.00
Di 9.00 - 18.00
Mi 9.00 - 18.00
Do 9.00 - 18.00
Fr 9.00 - 18.00
Sa 9.00 - 18.00
So 9.00 - 18.00
+32 492 54 40 48 (Jean Sacré - Konservator)
Montag: 15.30 Uhr
Dienstag: 8 Uhr
Mittwoch: Anbetung von 9 bis 11 Uhr
Donnerstag: 18.30 Uhr
Freitag: 8 Uhr
Samstag: 17 Uhr
Sonntag: 10.30 Uhr
Siehe aktualisierte Fahrpläne auf der Website unseres Partners Egliseinfo
Die Stiftskirche der Heiligen Begga ist ein imposanter neoklassizistischer Bau aus Maas-Kalkstein und steht auf einem ruhigen Platz, umgeben von eleganten Patrizierhäusern, in denen einst Stiftsdamen vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution lebten. Begga gründete 692 das erste Kloster und damit die Stadt; sie war die Urgroßmutter Pippins des Kurzen und Schwester der hl. Gertrud von Nivelles.
Im Inneren zeugen zahlreiche Elemente von der Verehrung der Patronin. Auf dem linken Seitenaltar steht ihre Statue neben dem Grab, auf dem oft kleine Kinderschuhe abgelegt werden, da Begga als Beschützerin der Kinder gilt. Die Kirche wurde nach Plänen von Laurent Benoît Dewez, Architekt des österreichischen Gouverneurs Karl von Lothringen, errichtet. Der Bau wirkt klar und licht und wurde kürzlich umfassend restauriert.
Im Hintergrund fällt das Gemälde Das Massaker der Unschuldigen von Fisonius (1615) auf. Sehenswert sind auch die Predigtkanzel, ein Chorpult von 1518 sowie sechs Gemälde des 19. Jahrhunderts über das Leben der Heiligen. In den Nebengebäuden befinden sich die Schatzkammer und ein Museum mit dem Schrein der hl. Begga, Skulpturen, Manuskripten, Goldschmiedearbeiten, Porzellan aus Andenne und zahlreichen Grabdenkmälern aus dem 15.–18. Jahrhundert. Letztere sind derzeit wegen eines Aufwertungsprojekts nicht zugänglich.
Alle fünfzehn Minuten erklingt ein melodisches Glockenspiel. Die Stiftskirche ist als außergewöhnliches Kulturerbe der Wallonie geschützt.
Auf dem linken Seitenaltar kann man die Statue der Heiligen neben ihrem Grab bewundern. Begge, Patronin der Stadt Andenne und Schwester von Gertrud (Nivelles), gilt als Schutzpatronin der Kinder.
Die Grabplatte aus Blaustein wird von kleinen Statuen getragen, die Engel als Weihrauchträger und Nonnen darstellen. Die viele Kinderkleidung, die auf dem Grab abgelegt wird, zeugt auf rührende Weise davon, wie sehr die Heilige Begge auch heute noch verehrt wird.
Die 12 Säle des Gebäudes beherbergen die Schatzkammer und das Stiftsmuseum. Ein zentrales Stück ist der Schrein der Heiligen Begge, gefertigt zwischen 1570 und 1645 und als Meisterwerk der Renaissance-Goldschmiedekunst geschätzt. Er enthält Nischen mit Silberskulpturen der Apostel sowie Reliefs von Grablegung und Auferstehung. Der Giebel zeigt die Anbetung der Hirten und Mariä Himmelfahrt.
Das Greif-Chorpult aus Messing stammt aus einer Werkstatt in Maastricht, wahrscheinlich um 1520. Es ist eine Alternative zu den traditionellen Darstellungen wie Adler oder Pelikan. Es handelt sich hier um einen Greif, ein Fabelwesen mit dem Schnabel, den Flügeln und den Krallen eines Adlers, dem Körper eines Löwen, den Ohren eines Pferdes und dem Schwanz einer Schlange.
Eine Reihe von sechs Gemälden des Malers Isidore Lecrenier aus Huy (1823-1889). Sie wurden zwischen 1856 und 1858 in Auftrag gegeben.
Ein gigantisches Bild, das hinten im Kirchenschiff hängt; das einzige Gemälde des Brügger Malers Louis Finson, das in Belgien erhalten ist. Das 1615 gemalte Werk zeigt eine in zwei Hauptebenen unterteilte monumentale Komposition. Im Vordergrund befinden sich viele Personen, Henker und Opfer vereint in einem betäubenden Chaos. Im Hintergrund dagegen baut sich eine Architektur auf, die an Bethlehem erinnert.
Das theatralische Wesen dieses Werks rückt es in die Nähe des modernen Barock.