01 Januar - 31 Dezember
Mo 9.00 - 18.00
Di 9.00 - 18.00
Mi 9.00 - 18.00
Do 9.00 - 18.00
Fr 9.00 - 18.00
Sa 9.00 - 18.00
So 9.00 - 18.00
Kirche ab dem 12. Mai wegen zweimonatiger Bauarbeiten geschlossen.
Samstag 18.30
Siehe aktualisierte Fahrpläne auf der Website unseres Partners EgliseInfo
Der große Turm aus dem 11. Jahrhundert diente ursprünglich als Zufluchtsort für die Adelsfamilie der Wierde und die Bevölkerung. Der Zugang erfolgte über eine hohe Öffnung an der Südseite. Vermutlich war der Turm einst mit einer hölzernen Wehrgalerie versehen, von der aus Angreifer abgewehrt wurden. Mehrere Schießscharten sind noch sichtbar.
Die erste Kirche bestand aus Holz und wohl nur aus einem Schiff. Wegen des Bevölkerungswachstums wurde sie erweitert, doch der Herr verweigerte die Finanzierung, weshalb sie der Abtei Géronsart übergeben wurde. Danach entstand ein steinerner Bau mit drei Schiffen, sechs Jochen und einem flachen Chor, einst flankiert von zwei Absidiolen.
Ein Brand zerstörte 1706 Dächer und Decken. Zehn Jahre später erhielt der Turm einen achteckigen Schieferhelm und drei neue Uhren. Der untere Raum diente zeitweise als Schule, was den großen Kamin erklärt. Ein polychromer Christus mit den Symbolen der vier Evangelisten ist erhalten.
Später wurde das Innere im Barockstil umgestaltet. In den 1970er Jahren führten Roger Bastin und M. Genot mit Jean Williame und Louis-Marie Londot eine umfassende Restaurierung durch, die die romanischen Rundbögen und eine schlichte Ausstattung wiederherstellte. In den Seitenschiffen stehen vier polychrome Heiligenstatuen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Der Turm vor der Kirche diente einst der Verteidigung und als Zuflucht für Adlige und Bevölkerung. Als isolierter Wehrturm besaß er wohl eine hölzerne, abnehmbare Hurde. Aus dieser Zeit stammen einige Schießscharten. Der einzige Zugang lag hoch an der Südseite und war nur per Leiter erreichbar; zog man sie ein, war der Turm unzugänglich. Dieser Zugang wurde später zu einem Schartenfenster vermauert.
Der wunderschöne barocke Prospekt aus dem XVII. Jhdt. ist der älteste in Namur. Gewisse Quellen besagen, dass er aus dem benachbarten Kloster Géronsart (Jambes) stammt. Die Archive dieser Abtei erzählen von dem Eingreifen, 1763 von dem Orgelbauer Barnabé, dann 1780 von Ditgen. In Anbetracht der Seltenheit wallonischer Orgeln aus dem XVII. Jhdt. ist der Weg der Restaurierung unabdingbar.
Das Werk des Bildhauers Jean Willame unter dem Lettner besteht aus kleinen polierten Granitblöcken, die einen präzisen, fast zögerlichen Weg vom Ort des letzten Abendmahls bis zur Auferstehung markieren, mit ungewöhnlichen 16 statt 14 Stationen. Auch Altar, Kredenz, der mit ländlichen Szenen verzierte Türsturz sowie das schlichte Taufbecken stammen von Willame.
Die mehrfarbigen Kirchenfenster sind das Werk von Louis-Marie Londot: ein kleines oberhalb der Eingangspforte zum Turm, 3 große im Chorraum und ein kleines oberhalb des Taufbeckens (in der Chorkapelle des linken Seitenschiffs). Bei sehr schönem Wetter projizieren die Seitenfenster des Chorraums wie ein Kaleidoskop eine wunderbare Farbpalette an die gegenüber liegende Wand, morgens vom rechten Fenster aus und am Ende des Tages durch das linke Fenster.
Ein wunderschöner alter Belag mit Patina, in dem sich das Gewicht der Jahre zeigt. Obwohl er schwarz ist, reflektiert er ein besonderes Licht.