24 Juni - 15 August
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So 13.00 - 17.00
Aller Wahrscheinlichkeit nach war es der Gutsherr von Mechelen, Gilles Berthout der nach 1303 diese Kirche bauen ließ, die davor keine eigenständige Pfarrei war.
Nur der Turm aus weißem Sandstein ist von der Kirche, die schon fünf Altäre enthielt, intakt geblieben. Der Rundbogen des Portals erinnert noch an den romanischen Stil. Blitzeinschlag (1654) und Renovierungsarbeiten (1687) haben zur Anfügung gotischer Elemente (Fensteröffnungen mit Lichtgaden und Fenster) und auch zu Renaissance-Strukturen (abwechselnde horizontale Schichten von Back-und Naturstein) geführt.
Während der Französischen Revolution wurden nach 1794 die Seitenschiffe erweitert, aufgestockt und, den Turm einschließend, verlängert. Der Gesamtkomplex wurde durch ein großes Satteldach geschützt. Bei Erweiterungsarbeiten 1844 wurden ein breites Transept, ein von einer Absis eingeschlossener Chor, zwei Seitenaltäre und eine Sakristei hinzugefügt.
Nun hat die Kirche wieder den Grundriss eines lateinischen Kreuzes.
Bewundernswert sind auch die Grabsteine der adligen Familie Van der Stegen, die aus dem verschwundenen Schloss stammen.
Und noch ein Hinweis: seit 2004 ist die Kirche denkmalgeschützt.
KIKIRPA : Photothek online
Der barocke Hochaltar zu Ehren Johannes des Täufers entstand in mehreren Etappen. 1646 erhielt Frans Van Roey den Auftrag zum Bau. Die Szene über dem Altar gilt als Fehlwahl: Statt Johannes dem Täufer zeigt sie eine Kalvarie mit Maria, Maria Magdalena und Johannes dem Evangelisten. Zwei Figuren von 1777 zeigen Maria mit Jesuskind sowie Elisabeth mit dem kleinen Johannes. 1817 ersetzte ein Marmortisch den hölzernen Altar.
Diese Kirche besitzt zehn Trauerschilder der Familie van der Stegen de Schreck, einst Bewohner des verschwundenen Schlosses Schriek. Die bemalten Tafeln zeigen Wappen und Todesdaten verschiedener Familienmitglieder. Die älteste stammt von 1826 und erinnert an Fulvie Caroline Antoinette de Longpré. Die jüngste gilt Louis Léopold van der Stegen de Schreck, der 1916 starb.