01 Januar - 31 Dezember
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Eingangsschleuse täglich von 9-18 Uhr im Sommer und von 10-16 Uhr im Winter geöffnet.
Kirche vor und während der vielen punktuellen Aktivitäten geöffnet: https://www.facebook.com/CCSRVerviers
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Der Monumentalbau ist beeinflusst von der Architektur der römischen Basiliken und wurde dank Förderung durch reiche Mäzene und Industrielle Anfang des XIX Jh. errichtet, in einer Epoche, als die Stadt mit Wolle und Textilien ihre industrielle Blütezeit erlebte. Die Zuständigen wollten ihre Stadt ganz offensichtlich mit einem Prestigebau erster Klasse ausstatten.
Beeindruckend ist der Chor mit seinem gewaltigen marmornen Hochaltar umgeben von 4 großen Statuen aus „pierre de France“, die die Kirchenväter darstellen (Ambrosius, Augustinus, Gregor und Hieronymus) sowie eichene Chorstühle, Decken- und Wandmalereien.
Dabei spielt auch eine Rolle, dass die großzügigen Spender, Edouard und Raymond Biolley, die den Bau mit beträchtlichen Mitteln unterstützt hatten, dies auch indirekt und sichtbar kundtun wollten…Ein Gemälde im Chor stellt nämlich Raimund, den Schutzheiligen des Industriellen Biolley dar mit dem Wappen des Gebers in einer Ecke… Ein weiteres Zeichen der beiden Mäzene ist die prachtvolle Predigtkanzel aus massiver Eiche mit Schnitzereien. An ihrem Fuße befindet sich eine Skulptur, die St. Raimund darstellt wie auch St. Eduard, wie er dem Kirchenheiligen Remaclus einen Bauplan der Kirche vorlegt, um gleichsam dessen Zustimmung zu erwirken.
Zu beachten sind hinter der Predigtkanzel eine Statue des Heiligen Remaclus, die auf 1693 zurückgeht, die seitlich und hinten befindlichen Altare, sowie, angefügt an den Stützpfeiler des Lettners, die des Schutzheiligen der Weber St. Severus. In einer so lang auf Textilien ausgerichteten Stadt drängte sich das auf.
Das Eichenbild hängt hinter der Kanzel vor einer ungenutzten Tür. Es stammt von 1693 und kommt aus der alten Kirche am Marktplatz. Danach befand es sich 50 Jahre in einer Außennische von Notre-Dame, was seinen Zustand erklärt. Remacles Gesicht ist abgenutzt, doch Mitra und Umhang bleiben reich verziert. Sein Begleiter, der Wolf, ist grob geschnitzt, zeigt aber noch Reste der ursprünglichen Farbe.
Über dem Taufaltar befindet sich ein Triptychon aus der Zeit vor 1646. Es zeigt zentral die Taufe Christi, auf den Flügeln die Predigt und die Enthauptung des Täufers. Auf der Rückseite stehen die Stifter mit ihren Schutzheiligen: St René und St. Anne. Die Spender sind René de Fays, Nagelhersteller und Bürgermeister von Verviers, und seine Frau Anne Deltour. Gemalt wurde das Werk von Gerard Douffet.
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