01 April - 31 Oktober
Mo 8.00 - 18.00
Di 8.00 - 18.00
Mi 8.00 - 18.00
Do 8.00 - 18.00
Fr 8.00 - 18.00
Sa 8.00 - 18.00
So 8.00 - 18.00
01 November - 31 März
Mo 8.30 - 17.00
Di 8.30 - 17.00
Mi 8.30 - 17.00
Do 8.30 - 17.00
Fr 8.30 - 17.00
Sa 8.30 - 17.00
So 8.30 - 17.00
+32-71-61 13 66
Montag und Donnerstag 9.00
Dienstag 10.30
Mittwoch und Samstag 18.00
Sonntag 10.15 - 18.00
Schon von weitem fällt einem das majestätische Gebäude auf mit dem erstaunlichen Glockenturm und seiner zwiebelförmigen Spitze. Der ältere Teil der aus dem 12. Jh. stammenden Kirche ist romanisch, der Rest des Gebäudes gotisch. Die Kirche ist denkmalgeschützt als außerordentliches Kulturgut der Wallonie.
Die Kirche erhielt den Namen Sankt Maternus, aber der Madonnenkult ist dort sehr ausgeprägt wegen der Präsenz einer auf Ende des 10. Jh. datierten Marienstatue, die zu den ältesten des Landes gehört. Bemerkenswert auch der imposante Lettner, die 40 Chorstühle aus Eichenholz und eine Tafel, mit der Darstellung des „Wunders des Gärtchens“, nämlich der „übernatürlichen“ Verbringung der Statue der Jungfrau aus der Kirche auf einen draußen stehenden Baum beim Ausbruch einer Feuersbrunst im 13. Jh.
Dieses Wunder ist Ursprung der Prozession des „Grand Tour“ (7 Km), die am Mittwoch nach Pfingsten stattfindet. Ein weiterer Höhepunkt ist die von Militärmärschen begleitete „Grand Tour“ am Dreifaltigkeitsfest.
Das Westmassiv ist der älteste Teil der Basilika und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Heilige Grab aus dem 16. Jahrhundert zeigt sieben polychrome Holzfiguren um den vom Kreuz abgenommenen Christus. Neben Jesus liegen Joseph von Arimathäa und Nikodemus. Im Zentrum stehen Maria, Johannes und die drei heiligen Frauen: Maria Magdalena, Maria Kleophas und Maria Salome.
Die romanische Jungfrau aus dem 10. Jahrhundert, eine der ältesten Marienstatuen des Westens, wurde 1026 im Nordtransept aufgestellt. Die Lindenholzreliquie ist seit dem 11. Jahrhundert mit Silber bedeckt und seit dem 17. Jahrhundert spanisch gekleidet. Nach dem Brand von 1228, als Engel sie der Legende nach nach Le Jardinet trugen, findet am Trinitatissonntag eine große Prozession statt.
Das 1531 errichtete Jubé Charles Quint, aus Avesnes-Stein und von Granitsäulen getragen, zeigt das Wappen des Kaisers auf beiden Seiten einer Rosette. Das Werk im blumigen gotischen Stil umfasst sechs große Statuen und 23 Nischen mit polychromen Figuren. Unter dem Triumphbogen befinden sich ein großes Kreuz sowie Maria und Johannes aus dem 15. Jh. Im 20. Jh. kamen drei Statuen des Heiligen Herzens hinzu.
In beiden Chorseiten stehen 40 reich geschnitzte Eichenstühle aus dem 16. Jh. Die feinen, oft satirischen Reliefs zeigen Alltagsszenen. Am rechten Ende befindet sich eine Tafel mit dem „Miracle du Jardinet“, auf der Thierry II. vor der Jungfrau im Baum kniet. Dieses Wunder steht am Anfang der Großen Tour, einer Prozession nach Pfingsten, und ist in einem Dokument um 1510 erstmals erwähnt.
Die Buntglasfenster des Ambulatoriums erzählen die Bibel. Oben erscheint ein Prophet mit einem Banner, in der Mitte eine Szene aus dem Leben Jesu, unten eine Figur des Alten Testaments. Um diese „Bibel“ zu lesen, beginnt man beim Fenster am Eingang des Ganges auf der Seite des Altars Notre-Dame und folgt den Fenstern bis zum anderen Ende.