01 Juni - 30 September
Mo 10.00 - 18.00
Di 10.00 - 18.00
Mi 10.00 - 18.00
Do 10.00 - 18.00
Fr 10.00 - 18.00
Sa 10.00 - 18.00
So 10.00 - 18.00
01 Oktober - 31 Mai
Mo -
Di -
Mi -
Do -
Fr -
Sa 10.00 - 18.00
So 10.00 - 18.00
Für kleine Gruppen können Führungen organisiert werden.
Kontakt:
Jacques Moriamé: +32 479 11 12 45 - jmoriame59@gmail.com
An der Südseite der Kirche steht eine spätgotische Pforte (Ende 16. Jh.), mit Brandspuren an Sockeln und Kielbogensturz, geschmückt mit Fleuron und stummem Wappen. Darüber eine große Tafel mit dem Wappen der Prinzen von Ligne, Herren von Barbençon. In gotischen Lettern ist die Devise „Tant que dure / Solange es dauert“ erkennbar. Das Datum 1666 verweist auf Verschönerungsarbeiten unter Prinz Albert im 17. Jh.
Der südliche Seitenaltar (17.–18. Jh.) ist rein barock: ein Tisch aus rotem und grauem Marmor, ein marmoriertes Retabel, gedrehte, mit Blattwerk, Weinranken, Engeln und Putten verzierte Säulen. Darüber steht eine Statue des hl. Lambertus, dem die Kirche geweiht ist. Ihn sieht man auch im rechten Kirchenfenster und in der linken Nische. Auf dem Altar befindet sich zudem eine schöne polychrome Holzstatue des hl. Josef mit dem Kind.
Im nördlichen Seitenaltar erinnert eine schöne Statue der Jungfrau mit dem Kind an die besondere Hingabe der Menschen aus Barbençon für unsere Liebe Frau des Lichts. In jedem Jahr am 15. August wird unsere Liebe Frau in einer Prozession in die ihr geweihte Kapelle in den höheren Lagen des Dorfes zurückgebracht, das Ganze mit Musik und militärischer Eskorte. Ihre "Rückkehr" in die Kirche, zum Klang von Trommeln und Pfeifen, ist auch heute noch ein Moment voller Emotionen.
Zahlreiche Grabplatten sind Zierde der Säulen, der Wände oder des Fußbodens der Kirche. Ganz ungeordnet finden dort die Herren von Barbençon und ihre Bediensteten oder Pfarrer der Gemeinde Erwähnung. Beachtenswert im Chorraum das Taufbecken aus Marmor sowie die den früher von den Dorfbewohnern verehrten Heiligen gewidmeten Nischen. Marmor ohne Ende.
Der Hochaltar im Stil Louis XV zeigt ein großes, weiß-grau marmoriertes Retabel. Besonders ins Auge fallen die eleganten Säulen mit vergoldeten Kapitellen sowie der Baldachin, der eine Statue von Gott dem Vater mit goldenen Strahlen birgt. Im Zentrum steht ein großes Gemälde eines unbekannten Künstlers, das die Himmelfahrt Christi darstellt. Der zwischen 1740 und 1760 errichtete Altar wirkt heute weniger prachtvoll als einst, weshalb man mit Restaurierungsarbeiten begonnen hat.
Marie Poschet, 1767 verstorben, stammte aus einer wohlhabenden Schmiedemeisterfamilie der Region und heiratete den lokalen Herrn H. von Colnet, Glasermeister. Der schöne Grabstein, der einst ihr Grab schmückte, zeigt eindrucksvoll das Können der regionalen Steinmetze und spiegelt zugleich die Vorstellungen vom Tod in jener Zeit. Die Stele trägt noch die Spuren der Zerstörungen während der Französischen Revolution, als Barbençon 1789 zu Frankreich gehörte.