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Die im 13. und 14. Jahrhundert erwähnte Kirche wurde abgerissen und im 15. Jahrhundert neu errichtet. 1422 begann der Bau des Turms, das Schiff entstand zwischen 1436 und 1440, und 1486 folgten die Arbeiten am Chor. Brände, religiöse Unruhen des späten 16. Jahrhunderts und spätere Renovierungen hinterließen deutliche Spuren.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm zerstört und das halbe Kirchenschiff verwüstet. Die Restaurierung erfolgte 1948–1949. Die kreuzförmige Basilika ist ein Beispiel der „Kempischen Gotik“, mit erhöhtem Chor und Chorumgang. Das Innere ist unter einer Holzdecke verputzt und bemalt.
Das Passionsretabel ist eine Kopie des Antwerpener Altars aus Hulsthout; die Seitenflügel zeigen den heiligen Joris. Weitere Kunstwerke stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter ein Bild des heiligen Michael (1764). Die eichene Kanzel entstand um 1780, die Beichtstühle sind neugotisch. Sehenswert sind auch die Grabsteine des 17.–19. Jahrhunderts am Chor.
Kulturell gewann der Ort mit der Gründung der Lateinschule 1515 an Bedeutung und wurde ein Zentrum des Humanismus. Zu ihren bekannten Schülern zählen der Jurist Gabriel Mudaeus, dem eine Statue am neugotischen Rathaus (1860) gewidmet ist, und der Theologe Leonard Lessius, der in der Kirche mit einer modernen Sitzfigur geehrt wird.
Die Blütezeit endete abrupt: Während der religiösen Wirren von 1575–1584 wurde das Dorf geplündert und von spanischen Truppen zerstört. Brecht blieb lange nahezu unbewohnt und erlebte erst im 18. und 19. Jahrhundert eine Wiederbelebung.
Geschichte Brecht (NL)
Info Kirche und Wander- und Radwege in der Nähe (NL)
Heilig-Kreuz-Altar im rechten Querschiff ist ein Werk von Jan Gerrits (1900–1903), geschmückt mit einem gotischen Altarbild. Die Seitenwände stammen jedoch um 1490 von Goeswijn van der Weyden und zeigen Szenen der Sint Joris Legende. Ursprünglich gehörten sie zum Sint Joris Altar. Die Sint Joris Gilde existiert seit dem 14. Jh. und schießt alle drei Jahre mit dem Fußbogen, um ihren König zu küren.