01 Mai - 30 September
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Do 13.00 - 16.00
Fr 13.00 - 16.00
Sa 13.00 - 16.00
So 13.00 - 16.00
Die interessante Sankt-Katharinenkirche, in hochgotischem Stil in Backstein errichtet, wurde von den Architekten Hendrik Lambrechts und Antoon Keldermans konzipiert und geht auf die Jahre 1525-1550 zurück.
Der 102 Meter hohe Originalturm wurde 1944 von den Deutschen gesprengt und 1958 durch einen imposanten „Tour porche“, der mit seinen 105 Metern die Umgebung überragt, ersetzt.
Im Inneren der Kirche sind 17 Originalaltare intakt erhalten. Ein prächtiges gotisches Chorgestühl aus dem 16 Jh., dessen hohe Rückenlehne erhalten ist, zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
Ebenfalls bewundern kann man eine Kanzel, eine Kommunionsbank, das Taufbecken und andere Reichtümer, die ihre Geschichte erzählen. Chor und Querschiff werden durch prächtige, das „Abendmahl“ (1535) darstellende Kirchenfenster geschmückt.
Zahlreiche Grabstätten sind ebenfalls vorhanden. Diejenige von Antoine de Lalaing (1540) und seiner Gattin (1555), den eigentlichen Begründern der Kirche, ist eine der schönsten Renaissance-Grabstätten Belgiens. Die liegenden Alabastergestalten und der schwarze Marmorsarkophag sind Jean Mone, dem Bildhauer Karl V, zugeschrieben.
Glasrahmen Das Abendmahl ist eines der schönsten Buntglasfenster im Sint-Katharinakerk. Es wurde 1535 von den Staaten Holland an Antoon De Lalaing gestiftet. Es ist ein Renaissanceglasfenster, das niemanden weniger als Pieter Coecke Van Aelst, Lehrer von Pieter Breughel dem Älteren, entworfen hat. Das Hellblau, Blue de Chartres, sollte Ihnen den Eindruck vermitteln, dass Sie direkt in den Himmel schauen.
Die spätgotischen Chorgestühle („Groot Gestoelte“), zwischen 1532 und 1554 von Albrecht Gelmers geschaffen, bestehen aus Eiche. Die Darstellungen basieren auf den zwölf Aposteln an den Ecken der Sitze. Moralische Sprüche und die „Zitterkes“ geben Einblick in das spätmittelalterliche Volksleben, in dem Themen wie Alkoholmissbrauch, Unkeuschheit und Völlerei kritisch dargestellt werden.
(Foto: Albrecht Gelmers, der Schöpfer des Chorgestühle)
Drei Wandteppiche hängen im südlichen Seitenchor, geschützt hinter Glas. Weitere Tapisserien derselben Serie befinden sich an der Nordseite. Sie wurden im Auftrag von Graf Antoon de Lalaing und Elisabeth van Culemborg zur Ausstattung der im Bau befindlichen Sint-Katharinakirche gefertigt. Die Werke aus dem 16. Jahrhundert stammen aus Brüsseler und flämischen Werkstätten und zeigen das Leben der heiligen Elisabeth von Ungarn.
In der Heilig-Blut-Kapelle befindet sich der Reliquienschrein des Heiligen Blutes. In der Mitte sehen Sie ein kleines ovales Glas mit einem winzigen Stück Blut hinter ihm. Das echte Tuch ist in der Sakristei, im Safe, sicher, dunkel und trocken. Nur während der Heiligen Blutwoche, vom ersten bis zum zweiten Sonntag nach Pfingsten, ist die Leinwand selbst in diesem Schrein ausgestellt und geht auch in den Prozessionen mit.
In der Seitenkapelle des hl. Josef hängt unter dem Buntglasfenster ein um 1500 entstandenes Bild eines anonymen flämischen Primitiven. Trotz seiner Schlichtheit gilt es als wertvolles Kunstwerk zu einem selten dargestellten Thema. Das Gemälde zeigt das Leben des hl. Josef in sieben Szenen und zählt zu den bedeutenden Werken der Flämischen Gemeinschaft.
Das Grab von Antoon de Lalaing und Elisabeth van Culemborg ist ein Juwel des Erbes. Der Graf ist in voller Rüstung dargestellt und als Ritter im Orden des Goldenen Vlieses trägt er die Goldene Vlieskette. Die Gräfin trägt einen Hermelinumhang und eine typische Mütze. Der Löwe und der Hund an ihren Füßen symbolisieren Tapferkeit und Loyalität.