01 April - 31 Oktober
Mo 8.00 - 18.00
Di 8.00 - 18.00
Mi 8.00 - 18.00
Do 8.00 - 18.00
Fr 8.00 - 18.00
Sa 8.00 - 18.00
So 8.00 - 18.00
01 November - 31 März
Mo 8.00 - 17.00
Di 8.00 - 17.00
Mi 8.00 - 17.00
Do 8.00 - 17.00
Fr 8.00 - 17.00
Sa 8.00 - 17.00
So 8.00 - 17.00
Die harmonischen Formen und der achteckige Glockenturm machen sie zu einem lohnenden Ziel.
Beim Eintreten beeindrucken sofort die Weite, die Schlichtheit und die warme Ausstrahlung des regionalen Steinmaterials.
Die Kirche zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus: den zentralen achteckigen Glockenturm über dem Kreuz, die Ostorientierung, die Gewölbe der Seitenschiffe, die abwechselnden Pfeiler und Säulen, die geschwungenen kreuzförmigen Säulen, die tief eingesetzte Apsis, die seitlichen Kapellen mit Chorkapelle sowie die paarweise angeordneten spiralförmigen Säulchen über den Pfeilern.
In den Seitenschiffen stehen mehrere Skulpturen, darunter drei ältere aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie eine Tontafel von Jean Rocour. Im Mittelschiff hängt ein Kreuz-Christus aus dem 16. Jahrhundert. Das seltene Taufbecken aus Maas-Kalkstein, ein monolithisches Werk mit syrisch inspirierten Winkelfiguren, stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert. In den Mauern und auf dem alten Friedhof finden sich zahlreiche Grabsteine.
Die Kirche besitzt zudem eine bemerkenswerte Akustik, weshalb dort regelmäßig Konzerte stattfinden. Das angrenzende Presbyterium, ein ehemaliges Klosterhaus aus dem 16. Jahrhundert, wurde unter Bischof Erhard von der Mark errichtet.
Bewundern wir das Äußere dieser romanischen Kirche aus dem XII. Jh., einziges Beispiel cluniazensischen Stils in Belgien. Vom Portalvorbau des Prioratshofs: 20 m die Straße Engihoul hinauf. Vom Dorfplatz: Blick auf Kirche, Anhöhe, achteckigen Turm und alten Friedhof. Vom „Vôye di mèsse“: Weg entlang der Mauer bis zum ersten Pfad rechts, Sicht auf Pfarrgarten, Teich und Rückseite.
Man spürt sofort die Weite, Ausgewogenheit, Schlichtheit und Wärme des Innenraums. Licht fällt durch ein kleeblattförmiges Chorfenster und die farbigen Apsisfenster. Das Hauptschiff wird durch abwechselnd starke und schlankere Pfeiler, Säulen oder Bündelsäulen von den Seitenschiffen getrennt, was die Leichtigkeit betont. Paarweise angeordnete, gedrehte Säulchen schmücken und verlängern die kräftigen Pfeiler.
Ursprünglich aus der 2. Hälfte des XII. Jhdts., besteht es aus Maas-Kalkstein. Es ruht auf 13 Stützen: einer zentralen großen, umgeben von 12 kleinen Säulen. Das viereckige monolithische Becken ist halbkugelförmig ausgehöhlt. Außen zeigen syrisch inspirierte Skulpturen Löwen und bärtige Köpfe, wohl die Paradiesflüsse; einer trägt eine Krone. Der Deckel stammt aus dem XVII. Jhdt.; das gestohlene Kreuz wurde vor 1895 ersetzt.
In der Mitte des Hauptschiffs befindet sich ein Christus ganz aus Eiche, ein Werk des Bildhauers aus Lüttich, Meister Balthazar, bemalt von "Maître Lambert" (Lombard ?), Maler im Palast des Fürstbischofs unter Erhard von der Mark.
Beachten Sie die schwere Dornenkrone und den vom Wind bewegten Lendenschurz. Er gehört in das Ende der gotischen Epoche; die bewegte Kleidung markiert den Übergang in die Renaissance.
Im rechten Seitenschiff stehen drei Holzstatuen: Katharina von Alexandrien (16. Jh.), die mit Buch und Schwert den Kaiser besiegt und an ihre Enthauptung erinnert. Johannes der Evangelist (15. Jh.) segnet, sodass das ihm zugedachte Gift als geflügelter Drache aus dem Becher entweicht. Barbara (16. Jh.) erkennt man an ihrem Turm mit drei Fenstern und der Märtyrerpalme.
Im linken Transept liegt die Grabplatte des Pfarrers Jean Magonet (†1714) sowie jene des Beigeordneten Pirlot von Huy (1508) mit Wappen und gotischer Inschrift. Rechts findet sich die älteste Platte von 1300, die einer Marie, Gattin Heinrichs VIII., zugeschrieben wird. Die jüngste, einzig lateinische, erinnert an Jean Henri Gérardi, Pfarrer von Saint Séverin (†1790).