01 April - 31 Oktober
Mo 9.00 - 18.00
Di 9.00 - 18.00
Mi 9.00 - 18.00
Do 9.00 - 18.00
Fr 9.00 - 18.00
Sa 9.00 - 18.00
So 9.00 - 18.00
01 November - 31 März
Mo 9.00 - 17.00
Di 9.00 - 17.00
Mi 9.00 - 17.00
Do 9.00 - 17.00
Fr 9.00 - 17.00
Sa 9.00 - 17.00
So 9.00 - 17.00
von Montag bis Freitag : 8.00
samedi 17.00
Die Kirche Sankt Brictius stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie liegt unglücklicherweise nur ein paar hundert Meter vom Bahnhof entfernt und erlitt deshalb zwischen 1940 und 1945 zerstörerische Bombenangriffe. Der Wiederaufbau unter der Leitung des Architekten Simon Brigode wurde 1954 abgeschlossen.
Der Bau ist vorwiegend romanisch, teilweise aber auch gotisch und befindet sich auf einem von Grünanlagen umgebenen kleinen Platz. Das Dach besteht aus roten, traditionellen Flachziegeln. Außen fällt der viereckige Turm aus dem 15. Jh. auf, dem ein Schiff, ein Transept und ein weiterer Turm folgen.
Im Kircheninneren empfängt einen eine Atmosphäre von großer Räumlichkeit, Besinnung und Helligkeit. Bemerkenswert ist der Chor in Form einer dreifachen Halle, die Holzdecke und einige inrichtungsgegenstände wie die großen Kerzenleuchter, die alten Heiligenstatuen oder jene aus Stein in einer moderneren Ausführung: ein Werk der einheimischen Künstlerin Nelly Mercier. Der Bildhauer George Grard ist Autor des Tabernakels und des überraschenden, am Ende der Kirche stehenden Taufbeckens, auf dessen Seiten eine schöne, sinnliche Eva, Adam und Gottes Hand dargestellt sind. Ein Gemälde von Kaspar de Crayer (1564-1669), das die Erzherzogin Isabelle bei der Übergabe ihrer Juwelen an Unsere Liebe Frau von Halle zeigt, zieht ebenfalls die Blicke auf sich.
Altar, Tabernakeltür und Taufbecken wurden 1966–1971 vom Bildhauer Georges Grard aus Tournai geschaffen. Der Altar zeigt die durch Christus gerettete Menschheit: Fische, Symbole der ersten Christen, umrahmen sein Gesicht auf Veronikas Schleier und seine gekreuzigten Hände. Der Tabernakel trägt konzentrische Lebensblumen, die die konsekrierte Hostie umgeben. Das Taufbecken zeigt die Hände des Schöpfers mit Sternen, Natur und Adam und Eva.
Artikel von Francis Vande Putte
Gemälde von Gaspard de Crayer (1584–1669), bekannt für Altarbilder, Gegenreformationswerke und Porträts. Es wurde nicht für St.-Brice geschaffen, sondern gehörte zur alten Sammlung der Stadt Tournai, gestiftet von Verbelen. Nach den Bombenangriffen 1940 schenkte die Stadt das Werk der Kirche von St.-Brice als Beitrag zum Wiederaufbau. Die Wallfahrt zur Lieben Frau von Halle in Tournai erklärt möglicherweise diese Schenkung.
Die Werke von Nelly Mercier im Stil der 1950er–1960er Jahre sind eng mit der Geschichte des Viertels und der Kirche verbunden. Sie umfassen Statuen von Maria, dem heiligen Josef, dem heiligen Brixius, Maria Magdalena und einem Heiligen mit Herz Jesu (die neue Herz-Jesu-Gemeinde am anderen Bahnhofufer entstand kurz vor dem Ersten Weltkrieg) sowie andere, die vermutlich mit alten Gemälden und Statuen aus den Gemeinden am linken Ufer in Verbindung stehen.
Gemälde von Cornelis Cels (oder Celis), einem belgischen Maler des Neoklassizismus (1778-1859). Er war Schüler des Malers P.J. Denis (nl), damals in Brüssel bei André Corneille Lens. Im Jahr 1800 geht er nach Paris und tritt in das Atelier von Baron Antoine-Jean Gros ein.
Das Museum von Tournai besitzt ein Werk von ihm, das selten gezeigt wird, weil es ständig die Kapelle des Bara Atheneum schmückt: „Jésus parmi les Docteurs“.
Die Statue stammt wahrscheinlich aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert. Der römische Reiterheilige Hermes wird gegen Kopfschmerzen, Wahnsinn und böse Mächte angerufen. In Ronse ist er sehr verehrt, heilt die Verrückten, belässt die Einwohner aber wie sie sind. Die Statue gehörte zu den Pfarrheiligen, die oft bei der Großen Wallfahrt von Tournai mitgetragen wurden, wohl weil der Baldachin des Allerheiligsten einst aus Ronse stammte.
Neoklassische Orgel, 1962 von der Firma Delmotte aus Tournai gebaut. Dieses Instrument ersetzt die von Pierre Schyven gebaute Orgel, die bei der Bombardierung im Mai 1940 zerstört wurde.
Quelle: Francis Vande Putte