01 Januar - 31 Dezember
Mo 9.00 - 17.00
Di 9.00 - 17.00
Mi 9.00 - 17.00
Do 9.00 - 17.00
Fr 9.00 - 17.00
Sa 9.00 - 17.00
So 9.00 - 17.00
+32 54 33 20 25
Die Sint Pieters Kirche wurde vermutlich circa 700 wie Grabkapelle der Heiligen Berlinda, die um 690 in Meerbeke starb, gegründet. Nachdem Berlindis seinen Trinkbecher reinigte, um selber zu trinken, wurde sie von ihrem leprakranken Vater, dem Grafen von dem Brabanter Gau, enterbt. Er schenkte seinen Besitz der Abtei von Nivelles. Berlinda wurde Nonne in Moorsel, aber sie kehrte nach Meerbeke zurück um zusammen mit anderen Schwestern den Armen und Notleidenden zu helfen. Die Heilige ist die Patronin der Landwirte und man ruft sie gegen Krankheiten und Rinderpest an.
Es erweist sich, dass die ursprüngliche Sankt Petruskapelle von Grad Odelard, dem Vater von Berlinda, gegründet wurde. Die Kapelle wurde von den Normannen zerstört, aber sie wurde um 1000 zu einer romanischen Kirche wiederaufgebaut. Nach einem katastrophalen Brand wurde das Schiff der Kirche 1642 wiederhergestellt. Im Jahr 1750 kam die Rokokofassade in Leidscher Stein zustande. Diese ist auch heute ein Kennzeichen der Sicht ab der Halsesteenweg. Beachtenswert ist auch der achteckige laterneförmige Glockenturm. Die Kirche steht zusammen mit dem ummauerten Friedhof und der mit Bäumen bewachsenen Platz mit Ehrenmal zum Gedenken an den Krieg unter Denkmalschutz.
Das schöne Interieur aus dem 18. Jahrhundert deutet auf einen großen Reichtum hin, der von den vielen Pilgerfahrten nach den Reliquien der Heiligen Berlinda herkommt. Es gibt dort auch fünf große Gemälde der flämischen Malerei (1750) mit Bildern aus dem Leben der Heiligen. Daneben besteht der Kirchenschatz unter anderem aus zwei Grisaillen von Jan Jozef de Loose (1840), einem Altarbild auf dem Petrus und Johannes bei dem Tempel einem Lahmen helfen (Jan de Landtsheer, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts), einem Marmortaufstein in der achteckigen Taufkapelle neben dem Chor und barocken Seitenaltären. Die mit Bildhauerarbeit versehene Kanzel stellt den Stall von Bethlehem dar (Pieter Valckx, 1773).
Der Ort an der Halsesteenweg war von 1973 bis 2011 auch der Ankunftsort der Flandern-Rundfahrt.
KIKIRPA : online Fotothek
Kerknet
Die Orgel des Klosters H.H.Harten in Ninove von Orgelbau Jos Moors wurde im Herbst 2022 mit Genehmigung der Agentur für Immobilienerbe in die St.-Petrus-Kirche von Meerbeke verlegt. Die Orgel wird der Städtischen Akademie für Musik, Wort und Tanz zur Verfügung gestellt, um dort Orgelunterricht zu erteilen.
Kanzel von 1773-1776: Darstellung von Josef und Maria mit dem Jesuskind in der Krippe von Bethlehem.
Die Kommunionbank wurde im Dezember 2021 von Ambachtelijk Houtwerk Thomas Huyghe in ihrer ursprünglichen Form restauriert.
Der neue Altar und der dazugehörige Lesepult wurden vom Diakon und Künstler Jacques Dieudonné entworfen. Die Weihe durch Mgr. Lode Van Hecke, Bischof von Gent, fand am Samstag, dem 15.01.2022, statt. Die Reliquien der Heiligen Berlindis und Cornelius wurden während der Weihezeremonie in den Altar eingesetzt.