01 Januar - 31 Dezember
Mo 8.30 - 17.30
Di 8.30 - 17.30
Mi 8.30 - 17.30
Do 8.30 - 17.30
Fr 8.30 - 17.30
Sa 8.30 - 17.30
So 13.00 - 17.30
Gäbe es eine Reihenfolge, eine Art Hit-Parade der Kirchen in Belgien, dann stünde die Sankt-Bavokathedrale in Gent zweifelsohne mit an der Spitze. Sie vereinigt zahlreiche Höhepunkte. Sie ist Sitz des Bistums Gent. Kaiser Karl der V. wurde in ihr getauft. Die Außenansicht verblüfft durch ihre Schlichtheit, die romanische und gotische Stilelemente vereint. Beeindruckend ist auch das Innere.
Es enthält –und der Ausdruck ist nicht übertrieben – wahre Schätze. In der Kirche ist eines der berühmtesten Bilder der Welt ausgestellt: das „Mystische Lamm“ geschaffen von Jan van Eyck, dem Meister der flämischen Malerei schlechthin. Es handelt sich um ein Polyptychon, das die Glorifizierung der Erlösung der Menschheit durch den Opfertod Christi darstellt. Es besteht aus 12 Tafeln mit acht polychromen Flügeln von außerordentlicher Präzision in der malerischen Ausführung und Detailtreue. Auf keinen Fall versäumen, auch wenn man für die Besichtigung dieses Originals Eintritt zahlen muss. In einer Kapelle befindet sich das Gemälde von Rubens „ Die Bekehrung des Sankt-Baaf“. Bewundern sie auch die Rokoko-Kanzel aus Marmor, die Krypta – eine der größten Belgiens – sowie die Kirchenfenster mit Szenen aus dem Leben der Heiligen.
Die Sankt-Baafskathedrale ist eine der 9 monumentalen Kirchen von Gent. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der vzw MKGent erhältlich.
Die Kanzel der St.-Bavo-Kathedrale ist ein Rokokomeisterwerk aus italienischem Marmor und dänischer Eiche. Die Hauptgruppe zeigt den Sieg der Wahrheit: Am Fuß des Erkenntnisbaums sitzt die „Zeit“, ein steinalter Mann, der seinen Schleier hebt und zur jugendlichen „Wahrheit“ blickt. Engel am Treppenfuß laden durch Blick und Gesten ein, Gottes Wort zu hören, das von der Kanzel verkündet wird.
Das Marmormausoleum von Mgr. Triest (1654), gemeißelt von Hieronymus Duquesnoy d. J. nach einem Entwurf seines Bruders Frans, gilt als eines der schönsten Europas. Maria und Jesus blicken in italienischer Architektur auf den halbliegenden, zum Chor gewandten Bischof. Unten tragen zwei Engel eine Kartusche, oben halten sie sein Wappen mit Bischofshut. Antonius Triest war der siebte Bischof von Gent.
Diese kostbare Pergamenthandschrift aus dem 8. Jh. wurde 1540 von der St.-Bavo-Abtei in die damalige St.-Janskirche gebracht. Sie ist in einen roten Samtband mit Silberbeschlag (17. Jh.) gefasst, zuvor in einem prächtigen Band des 15. Jh. Sie enthält die vier Evangelien in alter lateinischer Übersetzung und gilt als besondere karolingische Bilderhandschrift mit Kanonbogen und byzantinischen Miniaturen. Vermutlich in Nordfrankreich von einer einzigen Hand geschrieben.