01 Januar - 31 Dezember
Mo 9.00 - 19.00
Di 9.00 - 19.00
Mi 9.00 - 19.00
Do 9.00 - 19.00
Fr 9.00 - 19.00
Sa 9.00 - 19.00
So 9.00 - 19.00
November : Sankt-Martins-Feste
www.tourinnes.be
Montag - Mittwoch - Freitag : 19.00
Dienstag 9.00
Sonntag 10.15
Man geht eine kleine gepflasterte Straße hinauf, und auf der Anhöhe entdeckt man eine der bemerkenswertesten romanischen Kirchen des Landes. Liebe auf den ersten Blick für Freunde der Schlichtheit und Nüchternheit des frühromanischen Stils. Der erste Blick fällt auf den breiten, massigen Turm mit dickem Gemäuer, der dem Dorf den bezeichnenden Namen gibt. Die Kirche, eine der ältesten Belgiens, wurde wahrscheinlich im X. Jahrhundert gebaut.
Die 1950 begonnene Restaurierung hat der Kirche in gelungener Weise ihr ursprüngliches Aussehen wiedergegeben: rechteckige Pfeiler, sehr breites und nicht sehr hohes Schiff, kleinere obere Fenster, Holzdecke, gekalkte Wände.
Seit 40 Jahren ist die Kirche auch jährlicher Austragungsort einer Theater- und Musikveranstaltung unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, die"Sankt-Martins-Feste". Dieses Fest wurde vom Keramikkünstler Max van der Linden begründet, von dem in der Kirche einige Werke zu bewundern sind.
Ein das Gebäude umgebender alter Friedhof, ein großes Pfarrhaus, ein weitreichender Ausblick über das Land verleihen dem Ort seinem zauberhaften Charme.
Eichenbild des Schutzheiligen, im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts von einem regionalen Bildschnitzer, wohl aus Leuven, geschaffen. Der Legende nach traf Martin im Winter am Tor von Amiens einen nackten Mann, dem niemand half. Er teilte seinen Mantel und gab ihm die Hälfte. Die sichtbare Statue ist aus Sicherheitsgründen eine Kopie; das Original wird geschützt aufbewahrt.
Keramik von Max van der Linden zur Statue des hl. Martin. Die sechs Tafeln zeigen: Martins Geburt 316 in Ungarn; seine erzwungene Soldatenzeit; das Teilen des Mantels in Amiens und Christi Traumwort; die Gründung des Klosters Ligugé; die List der Einwohner von Tours, die ihn zum Bischof machten; seinen Tod 397.
Keramik von Max van der Linden. Seit 1975 führen die Freunde von Tourinnes jeden November in dieser Kirche ein gemeinsames Theaterstück auf. 1995 war es „L’avenir change de berceau“ oder „L’Histoire des rois mages“. Inspiriert davon zeigt van der Linden die drei Könige, die aus Babylon, Rom und Timbuktu dem Stern folgen, den Nil und Alexandria passieren und in Bethlehem Jesus und Maria ehren. In der Kirche gibt es 16 weitere Keramiken.
In Lüttich im 18. Jahrhundert gefertigt, vereint dieses Werk Rokokoformen – geschwungene Linien und große Paneele – mit klassischer Symmetrie und Stabilität. Diese Mischung zweier Stilrichtungen ist typisch für die Schmiedekunst jener Zeit. Das Ensemble gilt als wichtiges historisches Zeichen, das an die Zugehörigkeit von Tourinnes zum ‚Land Lüttich‘ und zum Kapitel St. Paul erinnert.
Ein polygonaler Stielbehälter im lokalen brabantischen Barockstil des 17. Jh. Der Entwurf stammt laut Archiv von Jean Baptiste Delsarte, Tischler in Wavre, datiert 1682. Auffällig ist die Schreibweise „Martyn“ für den hl. Martinus. Die Kanzel trug vier Evangelistenstatuen aus dem 19. Jh., die 2007 von Vandalen entfernt wurden – nur ein kleiner Engel blieb zurück.
Blauer Stein der Maas, XVII des Jahrhunderts. Ein Ausschnittbehälter auf der Oberfläche der Reliefs. Das runde Becken hat vier Blickwinkel und setzt eine mittelalterliche Tradition aus dem XII. Jahrhundert fort. Der Träger, ein Balluster auf einem geraden Stück und eine Vase, übernimmt ein Modell aus der klassischen Renaissance, das noch im XVII. Jahrhundert verwendet wurde.