01 Januar - 31 Dezember
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So 10.30 - 11.30
Die Kirche ist am 1., 2. und 4. Sonntag im Monat geöffnet.
Bereits im 13. Jahrhundert hatte Roesbrugge eine eigene Kapelle für die Einwohner, die zunächst von Norbertinern aus Beauregard, später von reformierten Karmeliten aus Ypern und schließlich von einem Kaplan betreut wurde.
In der Kapelle durften keine Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen stattfinden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie zusammen mit dem Dorf mehrfach von Bränden, Plünderungen und Zerstörungen getroffen, aber jedes Mal wieder aufgebaut.
Am 18. September 1793 steckten französische Revolutionstruppen unter General Vandamme das Dorf und die große Kapelle vollständig in Brand.
Nach der Abschaffung des Bistums Ypern im Jahr 1801 kam Roesbrugge unter das Bistum Gent, das die Erlaubnis zum Bau einer Pfarrkirche erteilte. Im Jahr 1805 bat der Bischof alle Pfarrer von Ypern, Geld für den Bau zu sammeln. Das Mittelschiff entstand zwischen 1805 und 1806 und wurde am 9. September 1806 von E.H. Vermeersch feierlich geweiht. Die Kirche wurde dem Heiligen Viktor geweiht. Im Februar 1807 wurde Roesbrugge eine eigenständige Pfarrei mit E.H. Joannes-Josephus Reyhins als erstem Pfarrer.
Die Kirche, die ursprünglich keinen Turm und nur ein Kirchenschiff hatte, blieb bis 1826 unvollendet. Dank der Unterstützung durch den Staat und die Provinz konnten Turm und Seitenschiffe gebaut werden; die Arbeiten wurden 1838 abgeschlossen. In der Zwischenzeit wurde die Kirche in St.-Martinus-Kirche umbenannt, nachdem die St.-Martinus-Pfarrei von Haringe 1807 abgeschafft worden war. Als Haringe 1835 wieder zur Pfarrei wurde, gab es zwei St.-Martinus-Pfarreien in derselben Gemeinde.
Die hallenartige Kirche ohne Querschiff, die als Ersatz für die 1793 zerstörte Kapelle erbaut wurde, wurde ab 1826 fertiggestellt und erhielt 1837 einen markanten neoklassizistischen Belvedere-Turm nach einem Entwurf des Yperner Architekten Lernould.
Der Kronleuchter aus Eichenholz hat einen Durchmesser von 1,8 Metern, eine Höhe von 3,4 Metern und ein Gewicht von 420 Kilogramm. Geschnitzt von J.F. Michiels aus Brügge. Teilweise zerstört durch einen Bombenangriff im Mai 1940 und 1975, von Jozef Deschuyter restauriert.
Die Säulen aus Quaderstein sind (bemerkenswert) aus einem Stück gefertigt und stammen aus den Carrières du Hainaut. Sie wurden auf Pferdewagen transportiert. Dazu musste die Straße durch den Couthofbos von Poperinge nach Proven verbreitert und mit Kopfsteinpflaster gepflastert werden.
Orgel von 1832-1833. Gebaut von Pierre (jr) van Peteghem aus Gent. Teilweise durch einen Bombenangriff im Mai 1940 zerstört. Komplette Umgestaltung und Vergrößerung durch Jos. Loncke und Söhne im Jahr 1957.
1. Fahne der Onderlingen Bystand, der früheren Sozialhilfeeinrichtung.
2. Fahne der Königliche Harmonie
3. Fahne der Theatergruppe „De Troostverwachters“
Kanzel aus dem späten 18. Jahrhundert mit einer Statue des Heiligen Petrus unter dem Kübel und auf den Tafeln der Heilige Johannes der Evangelist und die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Hergestellt von J.F. Michiels aus Brügge.
Im linken Seitenschiff Beichtstuhl aus dem 17. Jahrhundert. Im rechten Seitenschiff zwei neugotische Beichtstühle aus dem 19. Jahrhundert.