27 März - 05 November
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Mi 10.00 - 17.00
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So 10.00 - 17.00
Die Woche vor Ostern bis zur ersten Woche im November
Das älteste gefundene schriftliche Dokument über Klemkerke geht zurück bis 1003, wo der Ort aufgelistet ist als "Clemeskirca" Kirche von Cleme. Die denkmalgeschützte Kirche befindet sich am östlichen Rand dieses alten Polderdorf, in der Mitte von einem ummauerten Friedhof von Hecken und Weiden umgeben. Es ist eine dreischiffige Hallenkirche gekrönt mit einem achteckigen Turm.
In 1902-1903 wurde einer Außer Restauration, wobei der Rosenfenster über dem Westportal platziert würde.
Die Kirche befindet sich entlang der Fahrrad Route "Alte Deichstraße", "Nordsee-Weg LF1" und "Brügger ommelandroute" gelegen.
Der Turm bereitete den Einwohnern von Klemskerke bereits viele Sorgen. Im Februar 1696 berichten die Chroniken, dass die Turmnadel durch Donner und Blitz stark beschädigt wurde. Die Restaurierung erfolgte erst 1712. 1715 schlug erneut Blitz ein, die Reparatur folgte 1717. 1770 verursachte Blitz wieder großen Schaden. Ein Abriss wurde erwogen, aber am 23. September 1770 gestoppt, da der Turm als Navigationsbake für Schiffe diente, um Sandbänke zu vermeiden.
Im Zeitraum 1890–1895 wurde unter Leitung des Architekten Ammery eine umfassende Innenrestaurierung durchgeführt. Dabei wurden die ursprünglichen Säulen mit Kapitellen, die Holzdecke und die Wanddekoration erneuert. Das Schiff zählt fünf Buchten, der Chor eine Bucht mit dreiseitigem Abschluss, flankiert von Sakristei im Süden und Heizraum im Norden. Die Spitzbogenarkade ruht auf runden, verputzten Säulen auf achteckigen Steinsockeln. Der Backstein-Vierungsturm stammt aus dem 12. Jahrhundert.
In der Kirche gibt es mehrere bemerkenswerte Möbel aus dem 17. Jahrhundert, überwiegend aus Eiche. Der Beichtstuhl im südlichen Seitenschiff stammt von Tischlermeister Pieter Verheust (oder Verreust, 1643) und wahrscheinlich auch der Beichtstuhl im nördlichen Seitenschiff (1652). Beide zeigen kunstvolle Holzschnitzereien und Säulen mit Engelsköpfchen. Die Kirchenbänke stammen von Verheust (1637–1638). Die Kanzel ist von Cornelis Verlaere (1639–1640).
In der Kirche befinden sich mehrere Gemälde des 17. Jahrhunderts, darunter „Weihe des Heiligen Clemens“, „Dornenkrönung“ und „Heiliger Simon Stock empfängt den Rosenkranz von der Jungfrau mit Kind“ (1649). Wahrscheinlich stammen sie von Jacob van Oost, zu dem es Rechnungen aus 1637–1638 gibt, oder von Cornelis Hemmens (1645–1646). Zwei polychrome Eichenholzstatuen sind bemerkenswert: Heiliger Clemens (16. Jahrhundert) und Heilige Barbara (18. Jahrhundert).
Bei der letzten Restaurierung wurde der bestehende Boden entfernt und durch einen Bodenbelag mit Fußbodenheizung ersetzt. Zuerst wurden die oberen 20 cm mechanisch abgetragen, die unteren 20 cm manuell unter Aufsicht von Archäologen. Die Arbeiten dauerten von Dezember 2010 bis April 2011. Dabei wurden zahlreiche Artefakte entdeckt: Keramikscherben vom 12. bis 17. Jahrhundert, 47 Münzen (31 datierbar), ein Glasmalereifrag¬ment und zwölf freigelegte Gräber.