01 Januar - 31 Dezember
Mo -
Di 8.30 - 17.00
Mi 8.30 - 17.00
Do 8.30 - 17.00
Fr 8.30 - 17.00
Sa 8.30 - 17.00
So 8.30 - 17.00
Visit Turnhout : +32 14 44 33 55
Sonntag und kirchliche Feiertage : 10.00
Die St.-Petrus-Kirche wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach umfassend renoviert und bewahrt dennoch eine einheitliche, schlichte Würde innen wie außen. Der älteste Teil befindet sich an der Basis des Westturms und stammt aus dem späten 13. Jahrhundert.
1398 wurde die damalige Kirche zur Stiftskirche und beherbergte ein Kapitel von zwölf Kanonikern bis zur Französischen Revolution. Der heutige gotische Chorumgang mit fünf Kapellen sowie das Querhaus entstanden Mitte des 15. Jahrhunderts. Der Vierungsturm wurde im 17. Jahrhundert nach Plänen von Geerits Lieffmans ergänzt und trägt die Angelus- bzw. Kapitelglocke, die einst regelmäßig zum Gebet rief.
Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Kirche vor allem dem tiefgreifenden Umbau unter dem Architekten J. P. van Baurcheit im frühen 18. Jahrhundert, bei dem Schiff und Chor erhöht und die Seitenschiffe hinzugefügt wurden.
Der Kirchenschmuck diente nicht nur der Verschönerung, sondern auch der Verkündigung des Evangeliums in einer Zeit, in der viele Menschen nicht lesen konnten. Zahlreiche ursprüngliche Bildwerke wurden jedoch während des Bildersturms vom 23. August 1566 zerstört. Zu den bedeutenden erhaltenen Kunstwerken zählen der Hauptaltar, ein Triptychon aus dem 16. Jahrhundert in der Apsiskapelle, die hölzerne Kanzel sowie die prächtige Orgel aus dem 17. Jahrhundert des Genter Orgelbauers Jean Le Royer.
Die gepflegte Stiftskirche St. Petrus in Turnhout ist bis heute eine Oase der Ruhe im Herzen der Stadt, ein Ort, an dem viele Besucher durch Atmosphäre und Schönheit zur Stille finden.
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Gaudioso organisiert Konzertmessen, Aperitifkonzerte und Sommerkonzerte in der Kirche.
Der Hauptaltar zeigt zwei Bildgruppen: unten den hl. Petrus unter weidenden Schafen, oben in einem Muschelmuster die hl. Barbara mit Engeln unter einem blauen Sternenhimmel gegenüber dem Schöpfer. Über allem wacht Gottes allwissendes Auge im Dreieck. Über dem Hochaltar befindet sich an der Decke die bei Restaurierungen entdeckte Statue des Heiligen Geistes, eine Taube im Heiligenschein.
Der hohe Chor mit dem Chorgestühl, auf dem die Kanoniker ihre Büros beteten, wurde durch einen Dorsal vom Rest der Kirche getrennt. Dieser Doksal wurde 1780 entfernt. Das Chorgestühl stammt aus dem Jahr 1713.
Die gotische Chorgalerie mit 5 radialen Kapellen enthält verschiedene Skulpturen und Kunstwerke. In der dritten Kapelle hinter dem Altar, mit einem schmiedeeisernen Zäunen von Pompe geschlossen, hängt ein 16.es Jahrhundert Triptychon „Die Folter des H. Apollonia (mittlere und linke Tafel) und andere heiligen Rechterpanele)“. Vor dem Gemälde ist ein polychromer Ecce Homo aus dem Ende des 15., Anfang des 16. Jahrhunderts: " Ons Heer op de kouwen steen ".
Die hölzerne Kanzel von Peeters-Divoort (1862), inspiriert von St.-Andries in Antwerpen, prägt den Mittelgang. Dargestellt ist der Moment, in dem Jesus die Fischer Petrus und Andreas ruft. Am Fuß des Felsens liegt das Boot voller Fische als Symbol des Petrus. Über dem Vorbehalt steht der Resonanzboden mit dem Heiligen Geist als Inspirator und Engeln, die mit Trompeten die frohe Botschaft verkünden.
Auf der Rückseite des Doksaals steht die wunderschöne Orgel aus dem 17. Jahrhundert des berühmten Genter Orgelbauers Jean Le Royer. Die Skulptur des Orgelgehäuses stammt vom Antwerpener Bildhauer Michel Catelon. In den Sommermonaten werden unter dem Impuls des gemeinnützigen Vereins Octave regelmäßig zahlreiche namhafte Zuhörer aus dem In- und Ausland mit schönen Orgelkonzerten empfangen.
Außerdem lohnt es sich: Die Beichtstühle von J.P. Baurscheit von 1742, die Gemälde von St. Klara und Franz von David Teniers (1632), die Schutzgitter der Kapelle der Toten (18. Jahrhundert), der Altar der Madonna und der Altar des Allerheiligsten Sakramentes im Jahre 1771 und die schönen Buntglasfenster.