06 Juli - 30 August
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Do 9.00 - 13.00
Fr -
Sa 13.00 - 17.00
So 13.00 - 17.00
+32 3 660 28 30
(Cultuurcentrum Brecht)
+32 3 313 07 07 (Kirchenvorstand)
St. Lenaarts ist stolz auf seine historische St.-Leonhard-Kirche, auch „Kathedrale der Heide“ genannt wegen ihrer besonderen Schönheit und Ausstrahlung. Sie wurde 1550 aus Backstein und weißem Sandstein vollendet, im Auftrag von Graf Antoine de Lalaing und Elisabeth von Culembourg.
Schon zuvor stand hier eine Kapelle, vermutlich aus der Zeit der Kreuzzüge, die ab dem 13. Jahrhundert ein vielbesuchter Wallfahrtsort an der Route nach Santiago de Compostela war. Bei der Zerstörung von Brecht 1584 blieb die Kirche verschont und diente ab 1589 den Einwohnern als sicherer Zufluchtsort. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark beschädigt und zwischen 1946 und 1953 restauriert.
Die Kirche beherbergt Kunstschätze, darunter zwei Renaissance-Glasfenster von etwa 1535 („St. Leonhard“ und „Auferstehung Christi“). Zahlreiche Heiligenfiguren aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie Blausteingrabsteine aus dem 17. Jahrhundert sind ebenfalls erhalten. An der Rückseite befindet sich unter dem Wandbild von St. Michael und dem Drachen ein Gedenkbild für gefallene Soldaten.
Ein besonderes Objekt ist der restaurierte Stammsarg aus dem 14.–15. Jahrhundert, eines von nur sieben Exemplaren in Flandern. Er wurde aus einem einzigen Stück einheimischer Eiche gefertigt, ist 1,93 m lang, über 100 kg schwer und diente als sicherer Aufbewahrungsort für wichtige Dokumente, geschützt durch sechzehn Eisenbänder und sechs Schlösser.
Seit Jahrhunderten zieht am Pfingstmontag die St.-Leonhards-Prozession durch den Ort, bei der Hunderte Szenen aus dem Leben Jesu, der Gottesmutter und des hl. Leonhard darstellen. Zu sowohl Stammsarg als auch Prozession gibt es eine kostenlose Broschüre beim Freizeitservice in Brecht.
Mehr Informationen über die Kirche und die Rad- und Wanderwege in der Region (NL)
Mehr Informationen über die Prozession (NL)
Das Eichenaltarbild entstand zwischen 1501 und 1550, der Schrank zwischen 1891 und 1900. Im länglichen Gehäuse stehen drei Holzfiguren: H. Leonardus, der hl. Augustinus und die hl. Elisabeth von Ungarn. Besonders wertvoll ist der untere Teil mit acht kleinen Reliefs aus Rohrerde. Zudem gibt es ein Elfenbeinmedaillon mit Maria und dem Jesuskind sowie ein Agnus Dei aus dem Pontifikat Martins V.
Das Glasfenster von 1544 zeigt die Auferstehung Christi. Unten knien die Stifter Adriaan van der Noot mit seinen drei Söhnen; dahinter steht H. Adrian. Auf der anderen Seite sieht man Josina Daens mit ihren Töchtern und St. Jacobus. Unten sind die Wappen. Das Gesicht von Josinas Mutter fehlt; sie lebte um 1450 in Antwerpen, ihr Name und Wappen sind unbekannt.