01 November - 14 März
Mo 9.00 - 17.00
Di 9.00 - 17.00
Mi 9.00 - 17.00
Do 9.00 - 17.00
Fr 9.00 - 17.00
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So 9.00 - 17.00
15 März - 31 Oktober
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Di 9.00 - 19.00
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Die Kirche wurde in der Karolingerzeit, zwischen dem 9. und 10. Ihr besonderes Mauerwerk, das aus mörtelgebundenen Bruchsteinen besteht und mit drei Reihen roter Ziegelsteine verziert ist, ist ein seltenes und emblematisches Element. Diese Technik ist römischen Ursprungs und wurde auch in militärischen Einfriedungen wie der von Le Mans oder in den Cluny-Thermen in Paris beobachtet. Thermolumineszenzanalysen haben ergeben, dass diese Ziegel aus der Zeit zwischen 300 v. Chr. und 700 n. Chr. stammen und somit die Wiederverwendung alter Materialien beim Bau belegen.
Der Bau der Kirche wurde in der romanischen Epoche fortgesetzt, wie die Obergeschosse aus dem 11. Jahrhundert belegen.
Das Innere der Kirche steht dem in nichts nach und bietet überraschende Details, die es zu betrachten gilt. Wenn man den Blick zur Decke des Kirchenschiffs hebt, kann man die geschnitzten Wutbürger an den Enden der Balken erkennen. An der linken Wand zieht außerdem ein Grab mit einem Rundbogen die Aufmerksamkeit auf sich.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Vereins: https://vieuxpontenauge.fr/
An der Turmwand befindet sich diese lateinische Gedenktafel in karolingischer Schrift. Sie erinnert an Ranoldus, der als Gründer der Kirche gilt. Er starb im Jahr 885; die Inschrift entstand jedoch erst an der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert – einer Zeit, die auch mit der Errichtung der Kirchenmauern übereinstimmt. Solche Gedenktafeln zur Erinnerung an Verstorbene sind in der Normandie heute äußerst selten.
Am Eingang der Kirche sind zwei polychrome Steinstatuetten aus dem 16. Jahrhundert ausgestellt:
- Die erste stellt den Heiligen Martin dar, der nach der Mode des 16. Jahrhunderts gekleidet ist und mit dem Schwert in der Hand auf einem Pferd reitet. Die Gesichtszüge, das Pferd und die Kleidung sind sorgfältig ausgearbeitet.
- das zweite stellt eine heilige Dreifaltigkeit oder den Thron der Herrlichkeit dar. Der Vater mit einer Tiara sitzt auf einem mit Lilien geschmückten Thron, hält den gekreuzigten Christus und hat die Taube des Heiligen Geistes unter seinem Bart.
Dieses Gemälde aus dem späten 17. Jahrhundert zeigt den heiligen Aubin, der ein totgeborenes Kind kurzzeitig zum Leben erweckt, damit es getauft werden kann – entsprechend dem früheren Glauben an die sogenannten „Répit“-Wunder. Besonders bemerkenswert sind die Übermalungen aus der Zeit der Ersten Französischen Republik (1792–1804): Trikolore, Pike der Sansculotten und Fasces. Ein kleiner Soldat mit einer Kanone könnte die Signatur des Übermalers sein.
Diese geschnitzten Holzretabel aus dem 17. und 18. Jahrhundert gehören zu den kostbarsten Ausstattungsstücken der Kirche. Am Hochaltar wurden bei der Restaurierung Wandmalereien zum Heiligsten Herzen Jesu aus dem frühen 20. Jahrhundert freigelegt. Das nördliche Retabel zeigt die Rückkehr aus Ägypten nach Rubens mit der ungewöhnlichen Darstellung einer schwangeren Maria. Das südliche Retabel zeigt die Mantelteilung des heiligen Martin.
In der Nordwestecke des Langhauses sind noch Reste der Trauerbinde des letzten Herrn von Vieux-Pont erhalten. Unter dem Ancien Régime wurde ein schwarzes Band mit dem Wappen des Verstorbenen als Zeichen der Trauer in der Kirche angebracht. Das Wappenschild, gehalten von zwei Einhörnern und bekrönt mit einer Freiherrenkrone, gehörte der Familie Dunot, die im 18. Jahrhundert die Baronie Vieux-Pont besaß.