01 Januar - 31 Dezember
Mo 10.00 - 17.00
Di 10.00 - 17.00
Mi 10.00 - 17.00
Do 10.00 - 17.00
Fr 10.00 - 17.00
Sa 10.00 - 17.00
So 10.00 - 17.00
Die geschützte spätgotische Kirche im Zentrum von Overijse liegt an einer markanten S Kurve der alten Straße zwischen Brüssel und Namur. Der Kern mit dem Besucherzentrum rund um die Weintraube ist denkmalgeschützt. Die Kirche, dem heiligen Martin geweiht, geht auf eine Gründung um 800 zurück.
Der kreuzförmige Bau besteht aus Sandstein. Der Turm besitzt einen romanischen Kern aus dem 12. Jahrhundert. Der Chor entstand nach dem Brand von 1489, weitere Teile wurden nach einem zweiten Brand im 17. Jahrhundert erneuert. Bei der ersten Katastrophe starben rund dreihundert Menschen, bei der zweiten wurde ein großer Teil des Dorfes zerstört.
Ein Grabstein im Altarraum führt zur Krypta der Familie van Horne. In der Sakristei wird ihr Stammbaum sowie die Verbindung zu den belgischen Royals erläutert. Zudem findet sich der Grabstein von Maria Phillips, Schwester des Humanisten Justus Lipsius, der 1547 in Overijse geboren wurde.
Im Innenraum stehen ein Taufstein aus dem 16. Jahrhundert mit dem Wappen der Herren von Wittem, zwei Weihwasserbecken, zwei barocke Seitenaltäre aus Blaustein in marmoriertem Holz sowie sechs Beichtstühle. Altar und Chorgestühl sind neugotisch.
Die Gemälde im Querschiff aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeigen Szenen wie Emmaus, die Kreuzerhöhung, die heilige Helena oder Maria, die Dominikus den Rosenkranz überreicht. Das Sint Martinus Bild im linken Querarm war ein Geschenk ehemaliger Kämpfer des Ersten Weltkriegs.
Hinter dem Hauptaltar erzählen drei Glasfenster von J.-B. Capronnier die Geschichte des heiligen Martin. Links im Chor befindet sich ein modernes Fenster des lokalen Künstlers Jean Rigaux aus dem Jahr 1987.