Kirche | 1689 - 1715 | | Katholische Kirche
Ein in der Region Lüttich einzigartiges Bauwerk, ein außergewöhnliches architektonisches Erbe der Gemeinde Juprelle, eine bemerkenswerte Kirche des Dekanats Ans und der Seelsorgeeinheit „Les Douze“! Wir freuen uns, Sie in diesem Bauwerk, einer Perle des Spätbarocks, das seit 1935 anerkannt und vollständig unter Denkmalschutz steht, begrüßen zu dürfen. Wir erzählen Ihnen die Geschichte dieser Kirche mit ihrer unkonventionellen Architektur, wie wir sie heute kennen, die die Noblesse des Tuffsteins, Ziegel und Naturschiefer, das Ergebnis der Erweiterungs- und Verschönerungsarbeiten, die vom Pfarrer Melchior Alexandre Verdin (1666–1742) bereits Ende des 17. Jahrhunderts konzipiert und brillant durchgeführt wurden. Wir werden Ihnen das reichhaltige und bisweilen überraschende Innere dieses wahren Juwels näherbringen. Wir können dabei auf das „Verdin-Rätsel“ eingehen, das durch die 18 Kassetten dargestellt wird, die das zentrale Gewölbe des Kirchenschiffs bilden – ein bis heute ungelöstes Rätsel. Handelt es sich dabei, wie Paul de St. Hilaire in „Liège et Meuse mystérieuse“ (Editions Rossel 1980) um das „häretische Testament des Protonotars Verdin“ im Zusammenhang mit Alchemie und Hermetik, oder handelt es sich, wie andere Experten (Jean Wiser) meinen, lediglich um eine Form sakraler Kunst? Alle sind sich jedoch einig über den bemerkenswerten und einzigartigen Charakter der Kassettendecken als Dekor einer Kirche. Sie werden dort auch außergewöhnliche Persönlichkeiten antreffen, von denen einige Zeitgenossen von Alexandre Verdin waren. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. La Fabrique d’Eglis