01 Januar - 31 Dezember
Mo 7.00 - 19.00
Di 7.00 - 19.00
Mi 7.00 - 19.00
Do 7.00 - 19.00
Fr 7.00 - 19.00
Sa 7.00 - 19.00
So 7.00 - 19.00
Sankt Servatius bezieht sich auf die Pfarrkirche, Sankt Peter und Paul auf die Abteikirche. Die in weißem Sandstein gebaute Kirche stammt von 1660-1680, der glorreichen Epoche der 1125 gegründeten Abtei. Die 48 Glocken des Turms ziehen die Aufmerksamkeit der Umgebung an.
Durch seine großzügigen Maße steht der Chor im Kontrast zum Rest der Kirche. Die provisorische Fassade lässt erkennen, dass das Schiff unvollendet ist.
Die Wände im Inneren sind mit Skulpturen verziert. Zusammen mit den vier Beichtstühlen, der Kanzel, dem Chorgestühl, dem Altar und dem Grab des Grafen von Grimbergen ist die Innenausstattung der Kirche eines der schönsten barocken Ensembles des Landes.
Im Chor bewundert man vier von Jan van Orley gefertigte Gemälde des heiligen Norbertus. Die Kirche enthält zahlreiche weitere Werke von De Crayer, van Orley und van Loon.
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Alle Beichtstühle wurden vor 1718 von Willem Kerrickx geschaffen. Der „offene Beichtstuhl“ gilt als Vorläufer, da die Gläubigen vom übrigen Volk getrennt waren. Jeder Beichtstuhl besitzt eine große Rückwand mit fünf Medaillons und Statuen, die Personen oder Symbole darstellen. Die Medaillons zeigen die zwölf Apostel, die vier Evangelisten sind namentlich erwähnt. Hinten rechts erscheint der Heilige Geist mit Tugenden wie Hoffnung, Religion, Beichtgeheimnis und Gerechtigkeit.
Seit jeher wird in dieser Kirche Unser-Liebe-Frau von Grimbergen verehrt: eine sitzende, gekrönte Madonna mit dem Jesuskind und einer Taube. Das Bild heißt im Volksmund „Unser-Liebe-Frau unter dem Turm“, da es in der alten, 1660 abgerissenen Kirche zentral stand, während der Turm zwischen Chor und Schiff lag. Das Bild galt lange als verloren, wurde um 1925 in den Gewölben entdeckt und vom damaligen Pfarrer restauriert.
Das spätbarocke Chorgestühl ist reich verziert mit Säulen, Putten, Laubwerk, Engeln, Tieren, Masken und Medaillons. Viele Heilige der Prämonstratenser schmücken das Ensemble. Darüber hängen vier Werke Richard van Orleys, geschaffen für Abt Augustinus von Eeckhout. Sie zeigen Norberts Bekehrung, seine Annahme durch Papst Honorius II., die Apostel von Antwerpen und den Triumph über Tankelm.
Die Abtei war bedeutend, da viele Adlige und Äbte hier bestattet wurden, bis Joseph II dies beendete. Besonders eindrucksvoll ist das Auferstehungsmonument, das mit Tod und Zeit die Vergänglichkeit zeigt. In der Mitte stehen die Namen der Äbte. Ein Engel mit Trompete symbolisiert Freude. Abt Herman de Munck ließ das Mausoleum errichten. Das Prinzmonument zeigt den fromm knienden Wohltäter, dessen Grab leer blieb.
Die Sakristei liegt links im Hochchor. Sie wurde 1763 vom Abt Jan Baptist Sophie erweitert, dessen Wappen über der Tür steht. Sie ist die größte Sakristei des Landes und mit einer schönen Freske geschmückt. Das Fresko zeigt Sint Norbertus auf dem Weg zum Himmel, begrüßt von Heiligen und Engeln mit Attributen seines Lebens. Der Maler ist unbekannt, doch Farben und Perspektive wirken italienisch inspiriert.
Vor dem Brand 1993 hingen 15 flämische Meisterwerke in der Kirche. Über dem Norbertusaltar befindet sich das älteste Bild: Norbert erhält von Maria das weiße Kleid. Rechts hängt eine erfolgreiche Kopie nach Rubens: ein Triumphwagen des Glaubens, von Engeln gezogen, gefolgt von Wissenschaft, Naturphilosophie, Dichtkunst und einer Frau mit vier Brüsten. Die Farben hinten symbolisieren neue Kontinente und verkünden Christus als Erlöser.