01 April - 30 September
Mo 9.00 - 19.00
Di 9.00 - 19.00
Mi 9.00 - 19.00
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Fr 9.00 - 19.00
Sa 9.00 - 19.00
So 9.00 - 19.00
01 Oktober - 31 März
Mo 10.00 - 17.00
Di 10.00 - 17.00
Mi 10.00 - 17.00
Do 10.00 - 17.00
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Die Kirche Sankt Martin ist ein außergewöhnlicher und seltener Beweis des spätgotischen Style flamboyant, im Herzen eines vom Schriftsteller Georges Bernanos mit viel Talent beschriebenen Dorfes, in dem er einige Jahre verbracht hatte.
Die mächtige Familie de Crequy, deren gewaltige verfallene Burg noch außerhalb des Dorfes sichtbar ist, ließ den Chor der Kirche am Anfang des 14. Jh. wieder aufbauen, ergänzte dann das Bauwerk mit dem Schiff, dem Querschiff und den Seitenschiffen, deren gemeißeltes Dekor von Wesen, Fabeltieren und Laub bemerkenswert ist.
Im Jahre 1425 ließ Jeanne de Roye, Witwe von Jean IV de Crequy, an der Seite des Chors eine herrschaftliche Kapelle mit flacher Apsis anfügen, die ein außergewöhnliches Steinretabel enthält.
Die Restaurierungen des 17., 18. und 19. Jh. haben den eleganten Stil und die architektonische Kohärenz des seit 1906 unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks nicht verändert.
Diese einst farbenfrohe Steinskulptur wurde 2015 restauriert. Sie stellt die Krönung der Jungfrau Maria durch Gottvater dar, der als Kaiser gekleidet ist und sie segnet. Zwölf Heilige umgeben die Szene : rechts von Maria Johannes der Täufer, Johannes der Evangelist, Petrus, Jakobus der Ältere, Nikolaus und Adrian ; links die Heilige Anna, Maria Magdalena, Katharina, Margareta von Antiochia, Agnes und Apollonia. Jede Figur ist anhand ihres Attributs identifizierbar.
Die dem Heiligen Johannes geweihte herrschaftliche Kapelle wurde auf Wunsch von Jeanne de Roye nach dem Tod ihres Ehemanns Jean IV. (+ 1411) erbaut. Kamin, Überreste der prächtigen Baldachine über den Stühlen der Familie de Créquy, die niedrige Arkade, durch die man die Gottesdienste sehen und hören konnte, und der Sarkophag (Grabmal aus schwarzem Marmor aus Tournai) der Familie de Créquy mit den acht Wappen der Familie. Das wichtigste Element dieser Kapelle ist das Altarbild.
Achteckige Säulen mit konkaver Vorderseite und fein gearbeiteten Zierleisten aus Weinranken, bevölkert von Figuren und kleinen Tieren.
Die sich kreuzenden Rippen des Chorgewölbes, die ohne Stützpfeiler in die Wand übergehen. Die Kirche wurde mehrfach umgebaut und weist Stilelemente aus verschiedenen Epochen auf, insbesondere im Gewölbesystem und in den Rippen des Chors und des Kirchenschiffs, aber insgesamt bewahrt sie eine Einheitlichkeit in Grundriss und Ausführung.
Im Kirchenschiff ruht eine Reihe von Statuen auf besonderen Konsolen mit Blatt- und Tierverzierungen. Diese Verzierungen finden sich auch in den Rippen der Spitzbögen zwischen dem Kirchenschiff und den Seitenschiffen wieder.